Selina Freitag - Skispringen

Erfolge

2-malige Teilnahme an Olympische Spielen

2-malige Weltmeisterin und 3 weitere Medaillen bei Weltmeisterschaften

28x Weltcup-Podium

Geburtstag

19.05.2001

Beruf

Zoll Ski Team

Verein

SG Nickelhütte Aue

Hobbys

Gitarre spielen, singen, stricken und lesen

Vorbild

Mein Vorbild ist schon immer mein Bruder Richard, weil er ein sehr zielstrebiger Mensch ist und alles, was er sich in den Kopf setzt, auch zu 100 % machen möchte.

Das ist mir wichtig

Hart arbeiten, um irgendwann auf dem Podest ganz oben zu stehen, eine Persönlichkeit entwickeln, an die man sich später noch erinnert, aber vor allem ein glückliches und gesundes Leben führen. 

Viessmann hat schon viele Erfolge mit Sportlern feiern dürfen, zu denen ich als kleines Mädchen aufgeblickt habe. Es bedeutet mir viel, ein Teil dieser Familie sein zu dürfen und es mit bester Unterstützung hoffentlich auch an die Weltspitze zu schaffen.

Selina Freitag Skispringerin

Karriere

Selina wächst in einer skisprungbegeisterten Familie auf und entdeckt bereits mit sechs Jahren ihre Liebe zum Skispringen. Über Alpencup, FIS-Cup und Continentalcup schafft sie den Sprung in den Weltcup, wo sie 2019 ihr Debüt feiert. In den folgenden Jahren etabliert sie sich in der Weltspitze und nimmt 2022 erstmals an Olympischen Spielen teil. 2023 feiert sie in Planica mit zwei Weltmeistertiteln im Team und Mixed-Team ihren bis dahin größten Erfolg. Es folgen drei weitere WM-Medaillen in Trondheim und Platz zwei im Gesamtweltcup 2024/25. In der Saison 2025/26 nimmt Selina zum zweiten Mal an Olympischen Spielen teil und stellt mit 227,5 Metern einen neuen deutschen Skiflugrekord auf.

Erste Juniorenweltmeisterschaft

Neben einigen Starts im Continental- und FIS-Cup mit guten Ergebnissen, geht Selina auch bei ihren ersten Juniorenweltmeisterschaften in Kandersteg an den Start. Mit Platz vier im Teamwettbewerb verpasst sie das Podium und die Medaillenränge nur knapp, den Einzelwettbewerb beendet sie auf Platz 19.

Weltcupdebüt und Medaillenregen in Lahti

Von den Juniorenweltmeisterschaften im finnischen Lahti kann Selina gleich mehrere Medaillen mit nach Hause bringen. Mit dem Team wird sie Vize-Juniorenweltmeisterin und gemeinsam mit Agnes Reisch, Luca Roth und Constantin Schmid sichert sich Selina im Mixed-Team die Bronzemedaille. Ihre Leistungen werden auch von den Trainern der Weltcup-Mannschaft wahrgenommen, die ihr als Belohnung den ersten Weltcupeinsatz im Februar 2019 ermöglichen.

Bronze in der Heimat

In der Saison 2019/20 absolviert Selina ihre erste komplette Weltcup-Saison. Mit mehreren Top-20-Ergebnissen kann sie hier überzeugen. Außerdem qualifiziert sie sich für die Juniorenweltmeisterschaften in Oberwiesenthal - für sie etwas ganz Besonderes, da die Schanze nur wenige Minuten von ihrem Heimatort entfernt liegt. Dort gewinnt sie erneut eine Medaille und sichert sich Bronze mit dem Team sowie mit dem Mixed-Team. Im Einzelwettbewerb verpasst sie das Podest nur ganz knapp.

Bestes Weltcup-Ergebnis

Durch die Corona-Pandemie finden bei den Damen nur wenige Weltcupveranstaltungen statt. Doch direkt zum Auftakt setzt Selina in der Ramsau ein Ausrufezeichen und erreicht mit Platz 13 ihr bestes Weltcup-Ergebnis. Wie in den Vorjahren ist Selina auch bei den Juniorenweltmeisterschaften (in Lahti, Finnland) ein wichtiger Teil des Teams, das trotz starker Leistungen die Medaillenränge mit Platz fünf knapp verpasst.

Fester Teil des Weltcup-Teams und Olympia-Teilnahme

In dieser Saison zeigt Selina beständig solide Leistungen und wird damit ein fester Teil des Weltcup-Teams. Das große Saisonhighlight, die Olympischen Spiele in Peking, darf sie folgerichtig mitbestreiten und geht dort im Einzel- und Mixed-Team-Wettbewerb an den Start.

Doppelweltmeisterin

Die Saison 2022/23 ist der Durchbruch für Selina. Sie landet insgesamt sechsmal auf dem Weltcup-Podest, dreimal mit dem Team und dreimal in Einzelwettkämpfen. Beim Saison-Highlight, der Weltmeisterschaft in Planica, feiert sie jeweils mit dem Team und dem Mixed-Team den Weltmeistertitel. Ihre starke Saison wird mit dem dritten Platz bei der Raw-Air-Tour und dem fünften Platz im Gesamt-Weltcup belohnt.

“Schwieriger Start, zwischendurch ein Auf und Ab, aber zum Schluss nochmal rangekämpft.”

Das Zitat von Selina fasst ihre Saison 2023/24 sehr gut zusammen. Nach einem schwächeren Saisonverlauf folgt im März ein Aufwärtstrend und Selina springt vereinzelt in die Top 10. In den Sommerwettkämpfen 2024 geht ihre Formkurve noch weiter nach oben und die Ergebnisse lassen für die Saison 2024/25 hoffen.

Ein Highlight folgt dem nächsten

Selina kann in dieser Saison zeigen, dass sie endgültig in der absoluten Weltspitze angekommen ist. Die Erfolge klingen fast zu schön, um wahr zu sein: Sie springt insgesamt 15 Mal im Weltcup auf das Podium, darunter sind auch drei Siege mit dem Team. Absoluter Höhepunkt ist jedoch die Weltmeisterschaft in Trondheim: Bei drei von vier Springen gelingt es ihr, eine Medaille zu gewinnen. Mit dem Team holt sie Bronze, während sie sich in den beiden Einzelwettbewerben jeweils die Silbermedaille sichert. Gekrönt wird ihre herausragende Saison mit ihrem ersten Flug über 200 Meter und dem zweiten Platz im Gesamtweltcup.

Podestserie und Rekordflug

Nach einem etwas holprigen Saisonstart findet Selina immer besser in den Rhythmus und springt sich spätestens bei der Two Nights Tour zurück in die Weltspitze. Mit den Plätzen zwei und drei sichert sie sich den zweiten Rang in der Tour-Gesamtwertung. Auch danach setzt sie ihre Erfolgsserie fort: In Villach, Ljubno, Zhangjiakou und Zao erreicht sie jeweils den dritten Platz und sammelt damit insgesamt sechs Einzelpodien im Weltcup. Ein weiterer Höhepunkt: Die Teilnahme bei ihren zweiten Olympischen Spielen. In den Einzelwettkämpfen belegt Selina die Plätze sieben und 17, gemeinsam mit dem deutschen Mixed-Team verpasst sie als Vierte eine Medaille nur knapp. Zum Saisonende schreibt Selina Skisprunggeschichte: Beim Skifliegen in Vikersund verbessert sie den deutschen Frauenrekord auf 227,5 Meter. Mit zahlreichen Podestplätzen, ihren zweiten Olympischen Spielen und einem neuen deutschen Rekord beendet Selina eine erfolgreiche Saison auf Rang fünf im Gesamtweltcup.

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